Kulturbedingungen
Warum ist die Freilandkultur so interessant? Neben der Energieeinsparung in den Wintermonaten ist die bereits in einer Wachstumsperiode erkennbare Änderung des Habitus sehr reizvoll. Nach 2-3 Jahren kommt es zu einer völligen Änderung des Erscheinungsbildes der Pflanzen. Die Körper werden gedrungener und sehr viel dichter in der Bedornung.
Bei einigen Taxa ( Escobaria,
Pediocactus simpsonii) ist das Dornenkleid so dicht, dass die Epidermis
fast nicht zu erkennen ist. Schädlinge sind bei der Freilandkultur
unbekannt oder extrem selten. Weichfleischige wenig bedornte Arten werden
gelegentlich von Asseln oder Schnecken angefressen.
Folgende Bedingungen sind erforderlich um die nachfolgend aufgeführten Pflanzen sicher zu kultivieren:
Die hier diskutierten Pflanzen sind den in den einzelnen Tabellen angegebenen Minusgraden über mehrere Tage bis Wochen ausgesetzt gewesen. Es ist zu bemerken, dass auch Tauwetterphasen im Wechsel mit Frostperioden auftraten, dies ist in Norddeutschland eher häufiger der Fall. Die Diagramme von Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit aus dem Winter 2002/2003 soll dies veranschaulichen.
Relative Luftfeuchtigkeit in Hamburg vom 1.10.2002 - 30.4.2003
Temperaturen morgens 7.00 Uhr in Hamburg vom 1.10.2002
- 30.4.2003
Der Vergleich beider Diagramme zeigt die hohe Luftfeuchtigkeit bei niedrigen Temperaturen, dies ist für die Freilandkultur äußerst ungünstig und eine der Ursachen für das Absterben einiger Pflanzen.
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